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Notfall

Anästhesie

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spitalzofingen ag
Anästhesie
Mühlethalstrasse 27
4800 Zofingen

Tel. +41 62 746 5670
Fax +41 62 746 5671

Unser Motto lautet ‚klein aber fein‘. Die Sicherheit unserer Patienten ist für uns oberstes Gebot.

Auf dem allerneusten Stand im Bereich Fachkompetenz, Technik und Ausbildung möchten wir als Regionalspital neue Massstäbe setzen. Zusammen mit unseren hoch motivierten Mitarbeitern setzen wir uns täglich dafür ein. Unser Ziel ist die bestmögliche und individuelle Betreuung unserer Patienten auf höchstem Sicherheitsstandard in einer angenehmen Atmosphäre. Wir sind für Sie da, jeden Tag, rund um die Uhr.

Wir leisten pro Jahr rund 4000 Anästhesieeinsätze in den Bereichen Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Neurochirurgie, HNO-Chirurgie, Plastische Chirurgie, Gynäkologie und Urologie.

Die Anästhesie steht auch für notfallmedizinische Dienstleistungen und Reanimationen im ganzen Spital das ganze Jahr rund um die Uhr zur Verfügung.

Leistungsangebot

Anästhesie im Operationssaal

Von der Patientenschleuse zum Operationsbereich, über die Vorbereitungen zur Narkose und während der gesamten Operation bis zur Verlegung in den Aufwachraum oder die Pflegestation nach der Operation, werden die Patienten lückenlos durch einen Anästhesiearzt und eine Anästhesiepflegefachperson betreut.

In unseren vier Operationssälen sorgen wir für die optimale Betreuung unserer Patienten während eins chirurgischen Eingriffes. Zur Anwendung kommen je nach Art der Operation und den Wünschen des Patienten Vollnarkosen, Teilnarkosen, eine Kombination dieser beiden oder eine reine Überwachung.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Anästhesieverfahren vor:

Allgemeinanästhesie
Unter Allgemeinanästhesie versteht man eine Vollnarkose, bei der der Patient tief schläft. Dies wird durch die Gabe von Schlafmedikamenten erreicht. Um die Operationsschmerzen auszuschalten, werden zusätzlich starke Schmerzmittel verabreicht. Für bestimmte Eingriffe muss auch ein Medikament zur Erschlaffung der Muskulatur gegeben werden. Das Anästhesiepersonal ist für die Dosierung dieser Medikamente sowie die lückenlose Überwachung der Atmung, des Kreislaufes und Schlaftiefe zuständig. Hierfür stehen uns alle gängigen Überwachungsgeräte (Monitore) zur Verfügung. Elektrokardiogramm, Pulsoxymeter, Blutdruckmessung, Schlaftiefenmessung und das Relaxometer zur Überwachung der Muskelerschlaffung werden routinemässig eingesetzt. Weitere spezielle Monitore kommen bei Bedarf dazu. Je nach Art und Dauer des Eingriffes gibt es verschiedene technische Verfahren die hier zur Anwendung kommen. Die gängigsten sind der Endotrachealtubus, die Larynxmaske und die Maskennarkose. Nach einer Allgemeinanästhesie wird der Patient meist im Aufwachraum engmaschig weiterbetreut, bis er gut wach ist, sein Kreislauf stabil ist und seine Schmerzen gut behandelt sind.

Regionalanästhesie
Bei einer Regionalanästhesie wird eine einzelne Körperregion z.B. ein Arm, ein Fuss oder die untere Körperhälfte schmerzunempfindlich gemacht. Dies geschieht durch ein Lokalanästhetikum, das die Nervenbahnen der betreffenden Körperregion vorübergehend betäubt. So kann in diesem Gebiet schmerzfrei operiert werden. Diese Schmerzausschaltung kann als alleiniges Verfahren für eine Operation oder in Kombination mit einer Vollnarkose durchgeführt werden. Bei der Kombination geht es im Allgemeinen um eine optimale Schmerztherapie während und nach der Narkose.
Regionalanästhesien sind schonende Verfahren, welche heutzutage für eine Vielzahl von Eingriffen in Frage kommen. Gängige Techniken an unserer Klinik sind die Spinalanästhesie, die Epiduralanästhesie und Teilnarkosen an Arm, Bein oder Fuss (= periphere Regionalanästhesie). Bei einer reinen Regionalanästhesie kann der Patient wählen ob er während der Operation wach sein und bei gewissen Operationen wie z.B. Kniespiegelungen den Eingriff sogar am Monitor mitverfolgen möchte, oder ob er lieber etwas Musik hören oder sogar leicht schlafen möchte. Auch bei allen Regionalanästhesien ist das Anästhesiepersonal immer beim Patienten und überwacht Herz- und Kreislauffunktion lückenlos.

Spinalanästhesie
Hierbei wird ein Lokalanästhetikum im untern Teil der Lendenwirbelsäule, unterhalb des Rückenmarks (!) in die Flüssigkeit gespritzt welche die Rückenmarksnerven umgeben. Dieser Einstich wird von den meisten Patienten kaum schmerzhafter wie ein Mückenstich empfunden. Die Spinalanästhesie bildet sich sehr schnell und zuverlässig aus. Sie eignet sich für fast alle Eingriffe an den Beinen inklusive der Hüftgelenke und für gewisse Eingriffe im Unterbauch wie Leistenbrüche und Operationen an den Genitalien. Je nach Typ des dazu verwendeten Lokalanästhetikums hält diese Teilnarkose mehrere Stunden an. Das hat den Vorteil, dass der Patient auch noch längere Zeit nach der Operation absolut schmerzfrei ist. Da während dieser Zeit auch das Wasserlösen noch erschwert ist, ist es wichtig, dass der Patient vor einer Spinalanästhesie nochmals Wasser gelöst hat und seine Blase vor dem Eingriff leer ist.
Nach der Operation wird der Patient weiter im Aufwachraum betreut, bis sich die Spinalanästhesie zurückbildet.

Epiduralanästhesie
Bei diesem Verfahren wird ein Lokalanästhesitikum in den Epiduralraum, ein schmaler Raum zwischen der Haut, welche das Nervenwasser des Rückenmarks umgibt (Dura mater) und einem kräftigen Band gegen die Wirbelkörper (Ligamentum flavum) gespritzt. Da das Lokalanästhetikum hier nicht direkt ins Nervenwasser gespritzt wird, braucht es etwas mehr Zeit als bei der Spinalanästhesie, bis sich die Teilnarkose voll ausbildet. Dafür kann die Epiduralanästhesie auf jeder Höhe der Wirbelsäule durchgeführt werden und eignet sich so auch für die Schmerzbekämpfung bei Eingriffen an der Lunge, im Oberbauch oder bei sehr schmerzhaften Rippenfrakturen. Diese Technik kommt sehr oft in Kombination mit einer Vollnarkose zur Anwendung. Um die Schmerztherapie über längere Zeit aufrecht zu erhalten, wird bei der Epiduralanästhesie fast immer ein sehr dünner Katheter in den Epiduralraum vorgeschoben. Dies erfolgt über dieselbe Nadel, welche zur Epiduralanästhesie benutzt wurde, so dass kein weiterer Stich dafür erforderlich ist.
Auch hier wird der Patient nach der Operation vorerst weiter im Aufwachraum betreut.

Periphere Regionalanästhesie
Hier werden mit Hilfe eines Ultraschallgerätes oder einer Stimulationsnadel die zu betäubenden Nerven lokalisiert und mit einem Lokalanästhetikum betäubt. Dadurch entsteht eine Schmerzunempfindlichkeit im Gebiet, welches von diesen Nerven versorgt wird, ähnlich einer Betäubung der Nerven bei einer Zahnbehandlung. Auch hier hält die Wirkung je nach dem verwendeten Lokalanästhetikum unterschiedlich lange an und kann durch die Einlage eines Katheters (siehe unter Epiduralanästhesie) fast beliebig verlängert werden.
Es existieren für die verschieden Körperregionen verschiedene Techniken, welche alleine oder in Kombination mit einer Vollnarkose zur Anwendung kommen. Periphere Regionalanästhesien haben meist nur minimale Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem des Patienten. Sie sind daher oft auch bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen geeignet, wenn eine Vollnarkose nur mit hohen Risiken durchzuführen wäre.

Anästhesiesprechstunde

In der Anästhesiesprechstunde planen und besprechen der Patient und der Anästhesiearzt gemeinsam das Narkoseverfahren für den bevorstehenden Eingriff. Damit der Anästhesiearzt dem Patienten das für ihn am besten geeignete Verfahren anbieten kann, sollte er über alle wichtigen medizinischen Informationen verfügen. Bringen Sie deshalb folgende Dokumente unbedingt mit in die Anästhesiesprechstunde:

  • den ausgefüllten Anästhesiefragebogen
  • alle Berichte und Untersuchungen Ihres Hausarztes, die Sie besitzen
  • alle Spezialuntersuchungen, die Sie besitzen
  • alle Medikamente, die sie regelmässig oder gelegentlich einnehmen, am besten mit der Originalverpackung. Dies gilt übrigens auch für Naturheilmittel!
     

Den Termin für die Anästhesiesprechstunde erhalten Sie vor einer geplanten Operation sobald als möglich von unserer Zentralen Patientendisposition, Telefon +41 62 746 5670.

Schmerzdienst

Unser Akutschmerzdienst kümmert sich um die speziellen Schmerzbehandlungen nach einer Operation. Alle Patienten, die nach einer Operation einen Schmerzkatheter (siehe unter den Hinweisen „Epiduralanästhesie“ und „Periphere Regionalanästhesie“) oder eine sogenannte Schmerzpumpe haben, werden mindestens einmal pro Tag von unserem Akutschmerzdienst besucht.
Hier werden die Dosierungen überprüft und wenn nötig angepasst und/oder mit weiteren Schmerzmitteln ergänzt. Die Funktion der Schmerzpumpen wird kontrolliert und alle Einstichstellen der Katheter am Patienten werden überprüft. Schliesslich wird das weitere Vorgehen gemeinsam mit dem Patienten und, falls nötig, dem behandelnden Chirurgen besprochen.

Qualitätsmanagement

Höchste Qualität und Sicherheit in der Betreuung unserer Patienten sind für uns oberstes Gebot.

Um das zu erreichen bieten wir:

  • Evidenzbasierte Standards
  • Ein solides Qualitätsmanagement
  • Medizintechnik auf dem modernsten Stand
  • Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter
  • Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit


Unsere Mitarbeiter bilden sich intern und extern regelmässig fort, um für unsere Patienten eine fachkompetente Betreuung auf dem neuesten Wissensstand zu gewährleisten.

Ausbildung

Wir bieten in unserem Spital das eidgenössisch anerkannte Nachdiplomstudium HF in Anästhesiepflege an. Das NDS HF richtet sich an motivierte und lernfreudige, diplomierte Pflegefachpersonen und diplomierte Rettungssanitäter, die eine neue und abwechslungsreiche Herausforderung suchen. Für Praktikumsplätze (z.B. Pflicht- oder Wahlpraktika, Unterassistenten), klicken Sie bitte hier.

Weitere Informationen zur Ausbildung in der Anästhesie erhalten Sie hier:

Voraussetzungen für das Nachdiplomstudium HF in Anästhesiepflege

Für diplomierte Pflegefachpersonen gilt:

  • Abschluss auf der Tertiärstufe als diplomierte Pflegefachfrau HF / diplomierter Pflegefachmann HF oder Bachelor of Science in Pflege FH oder über ein vom BBT anerkanntes ausländisches Diplom in Pflege (Art. 68 BBG, Art. 69 BBV)
  • Berufserfahrung von mindestens 12 Monaten im Akutpflegebereich eines Spitals


Für diplomierte Rettungssanitäter:

  • Diplomabschluss Rettungssanitäter/-in HF oder vom BBT anerkanntes ausländisches Diplom (Art. 68 BBG, Art. 69 BBV)

 

Praktikum in der Anästhesie

Die Abteilung für Anästhesie bietet auch Praktikumsplätze an, z.B. Pflicht- oder Wahlpraktika im Rahmen einer medizinischen Ausbildung oder einem Medizinstudium. Bitte setzen Sie sich mit den zuständigen Personen in Verbindung:

  • Für Anästhesiepflegepraktika
  • Für Unterassistenten

 

Unser Team

Dr. med. Christoph Harms
Chefarzt Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Dr. med. Mireille Neumann
Leitende Ärztin Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Dr. med. Karin Amrein-Schmid
Oberärztin Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Dr. med. Stephanie Brun-Höhener
Oberärztin Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

 

Markus Edelmann
Oberarzt Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Dr. med. Brigitte Kaufmann
Oberärztin Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Dr. med. Andrea Sommer
Oberärztin Anästhesie

Tel. +41 62 746 5670 (Sekretariat)

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Markus Essig
Leitung Anästhesiepflege

Tel. +41 62 746 5420

 

Raffael Ravacini
Stv. Leitung Anästhesiepflege

Tel. +41 62 746 5421

 

Sonja La Macchia
Berufsbildnerin Anästhesiepflege

Tel. +41 62 746 5422

 

Judith Hensch
Zentrale Patientendisposition

Tel. +41 62 746 5670

 

Sabrina Friedli
Zentrale Patientendisposition

Tel. +41 62 746 5670